Vergleich der Klimafussabdrücke von Frühstücksvarianten
Du willst auf einen Blick sehen, welche Frühstückswahl die nachhaltigste ist? Dazu haben wir für dich einen kleinen Vergleich zusammengestellt. Doch es gilt auch solche Vergleiche aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, um schliesslich wirklich die gesündeste und nachhaltigste Entscheidung zu treffen.
Jede und jeder von uns kann durch den gewählten Lebensstil und den Essgewohnheiten den eigenen Klimafussabdruck beeinflussen.
Schon mit der Wahl deines Frühstücks kannst du einen kleinen Unterschied erzielen.
Vergleich von Frühstücksvarianten
Nachfolgend siehst du wie der Klimafussabdruck von unterschiedlichen Frühstücksoptionen pro Portion aussieht.
Wie haben wir den Vergleich erstellt?
Um einen Klimafussabdruck-Vergleich zwischen einem durchschnittlichen familia Müesli und anderen Frühstücksoptionen zu machen, hat unser externer Klimaexperte die Methode des "Cradle to Consumer" angewandt, das bedeutet, dass der lineare Weg eines Produkts vom Hof bis zu dir betrachtet wird.
Gemessen werden die ausgeschiedenen Treibhausgasemissionen inkl. LUC. Dabei steht LUC für "Land Use Change" oder auf Deutsch "Landnutzungsänderung". Es bezieht sich auf die Emissionen, die durch die Umwandlung einer Landnutzungsform in eine andere entstehen - also z.B. Wald, der zum Anbau von Kokospalmen gerodet würde. Als Quelle für die Umweltauswirkungen der Lebensmittel wird die «Agribalyse 3.1 Umwelt-Datenbank» hinzugezogen.
Basis für die Berechnung der Frühstücksoptionen
a) Ausgangsprodukt: 60 g Müesli mit 2 dl Milch (z. B. familia Müesli; hier wird der Gesamtdurchschnitt aller familia Sorten verwendet)
b) Frühstücksbrot mit Butter und Erdbeer-Konfitüre: Zwei Scheiben Brot (Hausbrot-Mischung aus Weizen- und Roggenmehl), je 40 g mit 5 g Butter pro Scheibe und 22.5 g Konfitüre pro Scheibe
c) Fruchtjoghurt: 180 g (kleiner Becher)
Wie setzt sich der Klimafussabdruck zusammen?
Eine nachhaltige & gesunde Ernährung
Oft müssen wir einen Kompromiss eingehen, wenn es darum geht eine nachhaltige und gesunde Ernährung zu vereinbaren.
Schauen wir uns nochmals den Klimafussabdruck der verschiedenen Frühstücksoptionen (Grafiken oben) an. So müssten wir eigentlich schlussfolgern, dass Müesli mit einer pflanzlichen Milchalternative die beste Wahl ist.
Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Denn leider wird die Umweltwirkung von Lebensmitteln aktuell noch immer gewichtsbezogen berechnet, weshalb tierische Produkte meistens schlechter wegkommen. Würde die Umweltwirkung nährwertbezogen erfolgen, kämen tierische Produkte plötzlich besser weg, zumindest nicht schlechter. Dies, weil tierische Lebensmittel bezogen auf viele Inhaltsstoffe meistens eine höhere Nährstoffdichte aufweisen als pflanzliche. Dies bedeutet, man muss weniger essen, um auf den selben Nährwert zu kommen wie bei pflanzlichen Produkten.
Deshalb ist bei der Betrachtung der Umweltwirkung immer die ernährungsphysiologische Sicht relevant, denn schliesslich müssen wir uns ernähren. Tut man das, wird der vielfach behauptete negative Einfluss von tierischen Produkten auf die Umwelt relativiert. Dies gilt erst recht, wenn statt auf Massenware auf Milch oder Butter aus biologischer Landwirtschaft gesetzt wird.
Bio ist dir zu teuer? Doch warum nicht zwei, drei Kleidungsstücke pro Jahr weniger kaufen, dafür sich etwas Gesundes und Nachhaltiges zum Frühstück gönnen – zum Beispiel ein Müesli mit biologischer Vollmilch aus der Region.