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Dr. Emeran Mayers Buch «The Mind-Gut-Immune Connection» enthüllt eine faszinierende Wahrheit aus der sich stetig weiterentwickelnden Mikrobiom-Forschung: Etwa 70% der Immunzellen deines Körpers befinden sich in deinem Darm. Das mag überraschend klingen, ist aber nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass der Darm der Hauptkontaktpunkt deines Körpers mit der Aussenwelt ist – vor allem durch Nahrung und die darin lebenden Mikroben.
Wie in unserem Gesundheitstipp Bauchgefühl gut, alles gut? näher beschrieben ist, beherbergt die Darmschleimhaut eine riesige Gemeinschaft von Bakterien, Pilzen und Viren – das sogenannte Mikrobiom –, die ständig mit deinen Immunzellen kommunizieren. Diese Interaktion hilft dem Immunsystem dabei, Freund von Feind zu unterscheiden und angemessen zu reagieren. Ist dieses Gleichgewicht intakt, bleibt dein Immunsystem stark und ausgeglichen, schützt dich vor Infektionen und chronischen Entzündungen.
Der Begriff Darm-Hirn-Achse, welcher in diesem Gesundheitstipp erläutert wird, wurde in den letzten Jahren durch das Immunsystem erweitert. Zwischen Darm, Gehirn und Immunsystem besteht ein enges Netzwerk, das man als Gehirn-Darm-Immunsystem-Connectom bezeichnet – ein komplexes Kommunikationsnetzwerk, das sämtliche Signale und Interaktionen zwischen diesen drei Bereichen beschreibt. Dieses Connectom ermöglicht den ständigen Austausch über Nerven, Hormone und Immunbotschaften. Stress, Emotionen und Ernährung können das Darmmikrobiom und die Immunantwort verändern, was wiederum Stimmung, Gedächtnis und sogar das Risiko für Hirnerkrankungen wie Depressionen und Alzheimer beeinflusst. Wie kann das sein?
Ein wichtiger Faktor, der das Darm-Immunsystem und die Gehirnfunktion verbindet, ist die sogenannte Neuroinflammation – eine chronische Entzündung im Gehirn, die durch ein unausgeglichenes Immunsystem entsteht. Ein gesundes Darm-Immunsystem hilft, diese Entzündung zu regulieren und unterstützt somit die Gehirngesundheit.
Neben mehr pflanzenbasierter, ballaststoffreicher und fermentierter Kost sowie Stressmanagement, ausreichend Schlaf, Vermeidung übermässiger Antibiotika und stark verarbeiteter Lebensmittel hebt Dr. Mayer bestimmte Lebensmittel und Wirkstoffe hervor, die diese Verbindung zwischen Gehirn, Darm und Immunsystem besonders unterstützen:
Polyphenole in Beeren, Nüssen und buntem Obst wirken als Antioxidantien und fördern nützliche Darmbakterien.
Extra natives Olivenöl enthält gesunde Fette und entzündungshemmende Substanzen, die für Darm- und Immunfunktion wichtig sind.
Grüner Tee liefert bioaktive Katechine, die das Mikrobiom modulieren und Entzündungen reduzieren.
Gewürze wie Kurkuma, Ingwer und Zimt besitzen natürliche entzündungshemmende und mikrobielle unterstützende Eigenschaften.
Omega-3-Fettsäuren, zu finden in fettem Fisch, Walnüssen und Leinsamen, sind essentiell, um Entzündungen im Darm und Gehirn zu reduzieren und eine gesunde Darmflora zu fördern.
Mayer betont ausserdem die Bedeutung der zeitlich begrenzten Nahrungsaufnahme (time-restricted eating): Die Einnahme aller Mahlzeiten innerhalb eines festen Zeitfensters von etwa 8-10 Stunden unterstützt die natürlichen circadianen Rhythmen des Körpers und optimiert damit Verdauung, Immunsystem und Mikrobiom. Die längeren Fastenphasen ermöglichen Darm und Immunsystem Ruhe, Regeneration und eine bessere Entzündungsregulation, was sich positiv auf die Gesundheit auswirkt.
Indem du diese kraftvolle Verbindung zwischen Gehirn, Darm und Immunsystem mit bewusster Ernährung und gesundheitsfördernden Lebensgewohnheiten pflegst, stärkst du deine natürlichen Abwehrkräfte, förderst geistige Klarheit und legst den Grundstein für dauerhafte Gesundheit. Denn wenn du dich um deinen Darm kümmerst, sorgst du für dich als Ganzes.