Gesundheittipps - bio-familia
  info@bio-familia.com  +41 41 666 25 55

Gesundheitstipps

Bauchgefühl gut, alles gut? - Wie unser Darm uns beeinflusst

Welche Rolle spielt unser Darm für unser ganzheitliches Wohlbefinden? Und was haben Bifidus-Kulturen damit zu tun? Um diese Fragen zu beantworten, müssen wir zuerst einen Abstecher in die Welt des Darms wagen – dem wahrscheinlich am meisten unterschätzten Organ. Dabei widmen wir uns den Fragen:
• Welche Funktionen erfüllt unser Darm in unserem Körper?
• Was versteht man unter dem Begriff Darm-Mikrobiota?
• Was können wir tun, um unsere Darmgesundheit zu fördern?

Unser Darm – das unterschätzte Organ

Der Darm ist eine 5.4 m lange Röhre mit einem Durchmesser von 3-5 cm. Seine Innenfläche besteht aus Falten, Zotten und sogenannten Mikrovilli, welche eine massive Vergrösserung der Darm-Oberfläche verursachen und so für eine hoch-effiziente Nährstoff-Aufnahme sorgen . Unser Darm ist jedoch nicht nur für die einwandfreie Nährstoff-Aufnahme und die Regelung von Hunger und Sättigung zuständig – er ist auch aktiv an der Regelung von Stoffwechsel und Immunsystem sowie Nervensystem und Hormone beteiligt. Wie dies funktioniert erläutern wir dir im nächsten Abschnitt.

Die Darm-Hirn-Achse und ihre Auswirkungen

So wie der Gotthardpass in Europa eine wichtige Verkehrsachse ist, so ist die kürzlich entdeckte Darm-Hirn-Achse wohl eine der bedeutendsten Kommunikations-Achsen im menschlichen Organismus. Stark vereinfacht gesagt, findet die Kommunikation zwischen Darm und Hirn über drei Wege statt: Über den Vagus-Nerv, welcher Darm und Hirn verbindet; über Hormone, welche der Darm ausschüttet, aber auch über die Darmbakterien. Diese produzieren im Laufe ihres Lebens verschiedene Stoffwechselprodukte und Immunzellen. Der Darm beeinfluss das Gehirn dabei viel stärker als bisher gedacht. 80-90% der Informationen fliessen vom Darm ins Gehirn und nur 10-20% vom Gehirn in den Darm. Diese Tatsache sowie die Erkenntnis, dass viele Menschen mit chronischen Erkrankungen Probleme mit ihrem Darm haben, führte die Wissenschaft schnell zur Huhn-Ei Frage: Kann es sein, dass ein kranker Darm die Entstehung anderer Krankheiten begünstigt oder sogar die Ursache diverser chronischer Krankheiten ist? Alles deutet bisher daraufhin, dass ein kranker Darm am Anfang steht. Was heisst das nun für uns? Wenn wir uns möglichst lange gesund fühlen möchten, sollten wir mit unserem Darm und seinen Bewohnern achtsam sein. Bevor wir ins Detail gehen wie wir dies tun können, lernen wir im nächsten Abschnitt zuerst die Darm-Bewohner etwas besser kennen.

Die Darm-Mikrobiota oder der Kampf zwischen «Gut» und «Böse» im Bauch

Die Darm-Mikrobiota – im Volksmund als Darmflora bekannt – umfasst die Gesamtheit aller im Darm-lebenden Bakterien, Pilze und Viren. Dabei sind im Darm verschiedenste Bakterien-Familien präsent wie zum Beispiel die Gattungen Bifidobacterium, Bacteroides, Clostridium, Escherichia etc. Je nach Zusammensetzung der Darm-Mikrobiota werden unterschiedliche Stoffwechselprodukte und Immunzellen produziert, welche eine direkte Auswirkung auf unsere körperliche und psychische Gesundheit ausüben. Je nachdem ob mehr entzündungshemmende oder entzündungsfördernde Stoffe produziert werden, hat das entweder positive oder negative gesundheitliche Folgen. In einer gesunden Darm-Mikrobiota herrscht vereinfacht gesagt ein ideales Verhältnis zwischen gesundheitsfördernden und gesundheitsschädigenden Bakterien vor, wobei auch die Bakterienvielfalt eine Rolle spielt. Eine grosse Vielfalt an verschiedenen Bakterien wird mit einer gesunden Mikrobiota in Verbindung gebracht. Ein Ungleichgewicht der Mikrobiota (in der Wissenschaft als Dysbiose bezeichnet) wird dann begünstigt, wenn die entzündungsfördernden oder «bösen» Bakterien Überhand nehmen und ihrerseits diverse entzündungsfördernde Signale via Darm-Hirn-Achse ins Gehirn und übrige Stellen aussenden. Dies kann zur Folge haben, dass wir uns nicht gut fühlen. Inzwischen ist bekannt, dass die Mikrobiota bei der Stimmung, der Kognition, dem Schmerz sowie der Regulation des Körpergewichts eine Schlüsselrolle spielt. Wie können wir nun unsere Mikrobiota positiv beeinflussen und damit zu mehr körperlichem und psychischem Wohlbefinden gelangen?

Auf die Darmgesundheit achten – wie geht das?

Unserem Darm Sorge tragen, können wir indem wir positiven Einfluss auf die darin lebenden Bakterien, also die Mikrobiota, nehmen. Die Entwicklung der Mikrobiota beginnt sehr früh, also bereits während der Geburt. Eine natürliche Geburt in Kombination mit dem anschliessenden Stillen ist dabei der perfekte Start ins Leben und fördert die Vielfalt der Mikrobiota, insbesondere der gesundheitsfördernden Bakteriengattungen wie Bifidobakterien und Lactobacillen. Aber auch wenn der Start ins Leben anders verläuft, steht einer gesunden Darm-Mikrobiota nichts im Wege. Mit gesunder Ernährung und ausreichend körperlicher Bewegung kann viel Einfluss genommen werden. Bei einer gesunden oder auch Mikrobiota-freundlichen Ernährung nehmen vor allem zwei Stoffe eine Schlüsselrolle ein: die sogenannten Präbiotika und Probiotika.

Prä- und Probiotika

Präbiotika sind nicht-verdaubare Stoffe und gehören zu den Nahrungsfasern, welche die Mikrobiota als Energiequelle oder «Futter» nutzen. Die dadurch entstehenden entzündungshemmenden Stoffe haben einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit. Präbiotika sind reichlich vorhanden in Gemüse, Früchten und Vollkornprodukten. Zu den Präbiotika, die wir in unseren Müesli einsetzen, gehören zum Beispiel Inulin und Oligofructose. Derzeit liegt die empfohlene tägliche Zufuhr von Nahrungsfasern bei 25-35 Gramm, vermutlich liegt die ideale Menge jedoch einiges höher, also bei ungefähr 50 Gramm. Bei den Probiotika handelt es sich um lebende Mikroorganismen wie zum Beispiel Bifidobakterien und Lactobacillen, die einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit ausüben. Eine gute Quelle von Probiotika sind Lebensmittel wie Joghurt, Kefir oder Sauerkraut. Solch meist fermentierte Lebensmittel enthalten nicht nur Probiotika, sondern auch andere gesundheitsfördernde Stoffe.

Wie geht ein Darm-freundlicher Lebensstil? 7 Tipps für deinen Alltag

1) Entzündungshemmende Ernährungsweise

Um Mikrobiota-freundliche Stoffe wie Präbiotika in genügender Menge zu dir zu nehmen, ist die mediterrane Diät bestens geeignet. Neben reichlich Nahrungsfasern aus Gemüse, Früchte und Vollkornprodukten ist die Diät auch durch ihre entzündungshemmenden sekundären Pflanzenstoffe (wie Polyphenole) und hochwertigen Fette (Olivenöl, Fisch, Nüsse, Samen & Kerne) gekennzeichnet.

2) Gesundheitsförderliche Bakterien-Kulturen

Regelmässiger Konsum fermentierter Lebensmittel oder von Lebensmitteln, die gesundheitsförderliche Bakterien-Kulturen enthalten

3) Ausreichend Bewegung

Sport fördert die Mikrobiota-Vielfalt – je öfter und intensiver die Tätigkeit, desto grösser der Einfluss auf die Diversität. Nicht zu vergessen aber auch die Entspannung nach dem Sport (siehe letzter Punkt)!

4) Zuckerkonsum einschränken

Zu viel Süsses begünstigt die Dysbiose resp. das Wachstum gesundheitsschädigender Darmbakterien

5) Verzicht auf künstliche Süssungsmittel

Gewisse Zusatzstoffe wie künstliche Süssungsmittel und Emulgatoren begünstigen ebenfalls die Dysbiose resp. das Wachstum gesundheitsschädigender Darmbakterien

6) Antibiotika-Einnahme einschränken

Wenn nicht unbedingt notwendig, sollte auf den Gebrauch von Antibiotika verzichtet werden. Bei gewissen Krankheiten ist eine Antibiotika-Therapie jedoch unabdingbar und lebensrettend.

7) Entspannung

Stressmanagement, ausreichende Entspannung und Schlaf spielen eine entscheidende Rolle für einen darmfreundlichen Lebensstil. Denke über Achtsamkeitspraktiken oder andere Aktivitäten nach, die das mentale Wohlbefinden fördern. Stress hingegen begünstigt die Dysbiose.

Unser Bifidus activ Granola unterstützt dein gutes Bauchgefühl

Wer gut aufgepasst hat, merkt, dass unser Bifidus activ Granola dein gutes Bauchgefühl unterstützt. Mit seinem hohen Nahrungsfaserngehalt und seinen aktiven Bifidus-Kulturen zahlt es bereits in die ersten beiden Aspekte ein. ;-) Mehr zum Produkt erfährst du hier.

Kinder auf «gesunde Ernährung» prägen – wie geht das?

Wer bereits Kinder hat weiss: In den ersten zwei bis drei Lebensjahren verändert sich das Kind so schnell wie nachher nie mehr. In der Wissenschaft wird dieses einzigartige Zeitfenster im Leben eines Menschen – also die Zeit zwischen der Empfängnis bis ungefähr zum dritten Lebensjahr - auch als «window of opportunity» bezeichnet. Dies, weil sich in diesem Zeitraum der ersten etwa 1000 Tagen das Gehirn rasant entwickelt und dadurch eine enorme Plastizität aufweist. Diese Gehirn-Plastizität ermöglicht, dass Kinder innerhalb kürzester Zeit enorm viel lernen wie etwa das Krabbeln, Sitzen, Gehen und schliesslich Sprechen. Im Umkehrschluss heisst dies: Nie mehr ist ein Kind so stark beeinfluss- und formbar wie in diesem einzigartigen Zeitfenster. Grund mehr sich als Eltern einmal mit der Prägung der eigenen Kinder zu befassen. Aber auch wenn wir diese einzigartige Phase verpasst haben sollten, gilt es den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Auch etwas ältere Kinder ab 4 Jahren ungefähr bis zum Teenager-Alter lernen noch enorm schnell und viel von den Eltern. In den unteren Abschnitten befassen wir uns mit einem Teilgebiet der Prägung, der sog. Ernährungsprägung. Folgender Frage werden wir nachgehen und praktische Tipps dazu aufführen: Wie können wir unsere Kinder derart beeinflussen, dass sie ein Leben lang auf «gesund» geprägt sind, d.h. sich freiwillig jeweils für die gesündere Variante entscheiden?

WEITERLESEN / 6 PRAKTISCHE TIPPS FÜR EINE GESUNDE KINDERERNÄHRUNG

Praktische Tipps für Eltern

1) Mit gutem Beispiel vorangehen

Kinder sind Weltmeister im Nachahmen ihrer Eltern, denn auf diese Weise lernen sie schliesslich die allermeisten Dinge. So leuchtet ein, wie wichtig es ist, dass Eltern ihren Kindern eine gesunde Ernährung vorleben, indem sie sich selber gesund ernähren.

2) Gemeinsame Mahlzeiten geniessen

Regelmässige gemeinsame Mahlzeiten in der Familie einzunehmen schenkt gleich doppelt ein: Einerseits bestimmen die Eltern was auf den Tisch kommt, andererseits können die Gespräche gezielt dazu genutzt werden, den Kindern aufzuzeigen wozu die einzelnen Lebensmittel gut sind. Dazu eignet sich auch besonders gut eine positive Geschichte mit den einzelnen gesunden Bestandteilen der Mahlzeit zu erzählen. Das können sehr realistische «Geschichten» sein z.B. «Rüebli helfen dir noch besser zu sehen, denn sie enthalten eine Vorstufe von Vitamin A» oder etwas kindlichere Formulierungen «Ein Müesli zum Frühstück ist fein und gesund, denn die enthaltenen Haferflocken helfen unseren Darm von bösen Bakterien etc. zu putzen».

3) Gesunde Umgebung schaffen

Kinder können zuhause nur das essen, was sie im Kühlschrank oder Vorratsschrank vorfinden. Das heisst für die Eltern: Eine gesunde Prägung beginnt bereits beim Einkaufen. Idealerweise geht man zu Beginn ohne Kinder einkaufen, denn Supermärkte bieten für sie viele verführerischen Verlockungen. Geht man mit den Kindern, kann man jedoch gezielt auch steuern welche Regale man meidet.

4) Gesunde Ernährung mit Genuss verbinden

Eltern belohnen ihre Kinder oft mit Süssigkeiten. Warum den Spiess nicht mal umdrehen? Feines lustig-geschnittenes rohes Gemüse wie eine Rüebli-Krone oder ein Gurken-Thron schmecken doch genauso gut. In Verbindung mit einer passenden Geschichte des Königs oder der Prinzessin sowieso.

5) Kochen mit Kindern

Dies führt bereits zum nächsten Tipp: Kinder in den Kochprozess einzubinden. Kindern lernen so auf spielerische Weise, was sie mit gesunden Lebensmitteln alles anrichten können.

6) Partys und Geburtstage gesund gestalten

Klar, ein feiner Geburtstagskuchen gehört dazu. Wie viel Zucker dieser enthält und aus welchen Zutaten er besteht, ist jedoch gut beeinflussbar. Es gibt derweil viele «gluschtige» Rezepte mit wenig Zucker und feinen Früchten oder Gemüsen als Hauptzutat. Wie wäre z.B. ein saftiger Zucchini-Kuchen im grünen Shrek-Look? Oder Apfelrosen-Muffins für Dornröschen? Wiederum müssen Eltern vor allem gut Geschichten erzählen können. Positive Geschichten, die mit den gesunden Lebensmitteln ein Leben lang in Verbindung gebracht werden. Besonders feine und zugleich gesunde Rezepte auf Basis unserer beiden Kids Crunch Knuspermüesli und inspiriert durch Biber Bobby und Eichhörnchen Elly sind hier zu finden.

Übergewicht verstehen und vorbeugen

Wie beugen wir am besten Übergewicht vor? Zuerst einmal müssen wir dessen Entstehung verstehen. In den unteren Abschnitten geben wir einen kurzen, evidenz-basierten Einblick in wissenschaftliche Modelle zur Entstehung und Vorbeugung von Übergewicht. Dabei widmen wir uns den Fragen:

  • Welche Rolle spielen Kohlenhydrate und Proteine bei der Entstehung von Übergewicht?
  • Wirken sich Proteine wirklich positiv aus?
  • Welche Proteinzufuhr ist optimal?
  • WEITERLESEN

    Das Kohlenhydrat-Insulin-Modell

    Was ist Insulin

    Insulin ist ein körpereigenes Hormon, welches verschiedene Funktionen hat. U.a. wird es von der Bauchspeicheldrüse verstärkt ausgeschüttet, sobald der Blutzuckerspiegel (genauer: der Blutglucosespiegel) steigt. Insulin bewirkt, dass die Glucose aus dem Blut entfernt und von den Körperzellen aufgenommen wird. Das Hormon ist somit vereinfacht gesagt dazu da, den Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht zu halten sowie den Zellen Energie in Form von Glucose zur Verfügung zu stellen.

    Erklärung Kohlenhydrat-Insulin-Modell

    Eine Erklärung für die Entstehung von Übergewicht bietet das sogenannte Kohlenhydrat-Insulin-Modell (engl. CIM, carbohydrate-insulin model), das einen Gegensatz zum «klassischen» Energiebilanzmodell bildet. Dieses Modell sagt, dass es allein auf die Kalorien ankomme, ob jemand übergewichtig wird. Und es hat offensichtliche Schwächen. Das CIM hingegen sagt: Es geht nicht um die Kalorien per se, sondern um die Art der Kalorien. Es stellt eine Ernährung reich an raffinierten und damit schnell verdaubaren Kohlenhydraten mit Übergewicht in Zusammenhang. Vereinfacht spielt sich dabei folgender Mechanismus im Körper ab: Essen wir viele schnell-verdaubare Kohlenhydrate und tun wir das mehrmals pro Tag, haben wir einen chronisch hohen Insulinspiegel im Blut, weil das Insulin den hohen Blutzuckerspiegel (eigentlich die Glucose) senken muss. Ein gewisser Teil der Glucose wird in der Leber und in den Muskel als Kohlenhydratspeicher gespeichert. Weil diese Speicher begrenzt sind, wird überschüssige Glucose in Fett umgewandelt. Normalerweise senden volle Fettzellen ein Signal ans Gehirn, dass nun genügend Energie vorhanden ist, und es tritt ein Sättigungsgefühl ein. Insulin blockiert jedoch dieses Signal, d.h. wir empfinden immer wieder Hunger – und essen noch mehr. Dies auch, weil Zucker das Belohnungszentrum anregt. Anstatt die Fettreserven aufzubrauchen, werden sie also noch mehr gefüllt. Der Teufelskreis ist perfekt.

    Auswirkungen einer proteinreichen Ernährung auf Übergewicht

    Wie sieht es nun mit dem Protein aus? Welche Rolle spielt dieses beim Thema Übergewicht? Nach langjährigen Untersuchungen haben bereits 2003 die beiden Biologen David Raubenheimer und Stephen Simpson im Rahmen einer Studie an Menschen eine Hypothese zur Rolle des Proteins aufgestellt. Sie nennen ihr Werk «The power of protein».

    Was ist ein Protein

    Die Hebelwirkung des Proteins oder «Protein Leverage»

    Bei dieser Studie konnten die Studienteilnehmer sich über mehrere Tage an verschiedenen reichhaltigen Buffets bis zur Sättigung bedienen. Die Buffets unterschieden sich dabei im Verhältnis der Makronährstoffe Protein, Kohlenhydrate und Fett. Das eine Buffet war mit Lebensmitteln ausgestattet, die viel Protein, aber wenig Kohlenhydrate und Fett enthielten. Das andere Buffet hingegen bot viele proteinarme und zugleich kohlenhydrat- und fettreiche Lebensmittel an. Dabei wurde beobachtet, dass die Teilnehmenden viel mehr assen, wenn das Buffet viele proteinarme und gleichzeitig kohlenhydrat- und fettreiche Lebensmittel enthielt als wenn das Buffet hauptsächlich proteinreiche Lebensmittel bot. Dies führte zur heute unter dem Namen «protein leverage» bekannten und wiederholt bestätigten Hypothese, dass Proteine die Makronährstoffeinnahme steuern. Einfacher gesagt, essen wir solange bis wir unsere Zielmenge an Protein erreichen. Erst dann sind wir gesättigt. Entsprechend nehmen wir automatisch weniger Energie auf, wenn wir Lebensmittel mit höheren Proteingehalten zu uns nehmen – womit das Risiko für Übergewicht sinkt. Das Kohlenhydrat-Insulin-Modell und die Protein-Leverage-Hypothese widersprechen sich somit dabei nicht, sondern sind zwei Seiten derselben Medaille.

    «Proteine Leverage Hypothese» und optimale Proteinzufuhr

    «Je mehr Protein, desto besser», wäre aber der falsche Schluss. Vielmehr geht es um die optimale Proteinmenge und -qualität in unserer Ernährung. Die Referenzwerte für die tägliche Zufuhr liegen derzeit bei 0.8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht. Wird die aktuelle Studienlage berücksichtigt, scheint das Optimum eher bei 1.2 bis 1.6 Gramm pro Kilogramm und Tag zu liegen. Zwei kleine Portionen à 50 Gramm des Knuspermüesli High Protein low sugar Erdbeere Vanille decken dabei für eine ca. 60-70 Kilogramm schwere Person bereits rund ein Drittel der täglich optimalen Proteinzufuhr.

    Pure Naturkraft aus Schweizer Urgetreide

    Vielleicht kennst du das neue Knuspermüesli pure balance Urgetreide & Äpfel bereits? Dort setzen wir auf Schweizer Bio Knospe Dreikorn-Urgetreide, das aus Emmer, Waldstaudenroggen und Einkorn besteht. Erfahre mehr über diese heimischen Urgetreidesorten.

    Emmer

    Emmer (oder Zweikorn) zählt zu den ältesten Getreidearten und ist der Vorfahre von Weizen und Dinkel. Seine bekannte Wildform wird in der Schweiz erst seit 2016 in kleinen Mengen wieder angebaut. Emmerkörner überzeugen mit ihrem kräftigen, würzigen Geschmack. Emmer weist einen höheren Proteingehalt als Weizen auf, enthält mehr Ballaststoffe und wertvolle Carotinoide. Beta-Carotin beispielsweise wirkt u.a. als Antioxidans.

    Waldstaudenroggen

    Waldstaudenroggen, auch Johannisroggen genannt, ist ebenfalls eine ursprüngliche und robuste Landsorte. Er kann über zwei Meter hoch werden, ist sehr winterresistent und hat einen nussig-würzigen, aromatischen Geschmack. Waldstaudenroggen enthält als Ur-Roggen 50 % mehr Nahrungsfasern als herkömmlicher Roggen . Waldstaudenroggen überzeugt jedoch auch durch seinen Gehalt an Proteinen, Spurenelementen und B-Vitaminen, und machen ihn zu einer wertvollen Zutat unserer Dreikornflocken. Zudem bringt Waldstaudenroggen den Vorteil, dass er den Boden auflockert und damit eine gute Basis für den Gemüseanbau bildet.

    Einkorn

    Einkorn zählt wie Emmer zu eines der ältesten Getreidesorten der Welt und war bereits in der Jungsteinzeit von grosser Bedeutung. Einkorn ist robust und anspruchslos, wird aber in der Schweiz erst seit 2016 wieder in Kleinstmengen angebaut. Auch Einkorn hat einen erhöhten Proteingehalt und enthält neben Nahrungsfasern und Mineralstoffen viele wertvolle Carotinoide. Aufgrund des hohen Beta-Carotin-Gehaltes ist Einkorn leicht gelblich.

    So deckst du deinen Tagesbedarf an Protein mit dem High Protein low sugar

    Was ist ein Protein und warum brauche ich Proteine?

    Ein Protein, auch Eiweiss genannt, ist ein biologischer Baustoff bestehend aus einer Kette von sogenannten Aminosäuren mit vielfältigen lebenswichtigen Funktionen im menschlichen Organismus. Proteine wirken zum Beispiel als Strukturgeber für Muskeln und Herz, sind wichtig für gesunde Nägel und Haare oder auch für den Transport von roten Blutkörperchen und Hormonen. Proteine sind somit auch sehr wichtig für den Muskelaufbau, insbesondere bei Sportlern:innen.

    Was sind Aminosäuren?

    Eine Aminosäure ist der kleinste Baustein eines Proteins. Man kann sich ein Protein als zusammengeknäuelte Perlenkette vorstellen, wobei die einzelnen Perlen die Aminosäuren sind. Es gibt insgesamt 20 Aminosäuren, welche für den Aufbau von Proteinen in Lebewesen zuständig sind. Davon werden neun als essenzielle Aminosäuren bezeichnet. Essenziell heisst, dass sie mit der Nahrung zugeführt werden müssen und nicht vom Körper selbst hergestellt werden können. Die neun essenziellen Aminosäuren lauten: Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin.

    Vegane Proteinquellen im Müesli

    Das Protein im High Protein low sugar Knuspermüesli stammt aus dem enthaltenen Getreide, den Hülsenfrüchten sowie Nüssen, Samen und Kernen. Im Spezifischen aus Hafer, Weizen, Erbsen, Mandeln, Leinsamen sowie Sonnenblumen- und Kürbiskernen.

    Wieviel Protein braucht mein Körper

    Eine Schüssel High Protein low sugar mit oder ohne Milch bietet eine ausgewogene Protein-Zusammensetzung: Alle neun essenziellen Aminosäuren sind enthalten (siehe Aminosäurenprofile, Grafik 1 (mit Milch) und Grafik 2 (ohne Milch). Essenziell heisst, dass die Aminosäuren mit der Nahrung zugeführt werden müssen und nicht vom Körper selbst hergestellt werden können. Die Aminosäure Lysin ist beim High Protein low sugar in geringster Menge vorhanden, was typisch für ein Getreideprodukt ist. Somit kann man seinen täglichen Proteinbedarf optimal decken, indem man bei weiteren Mahlzeiten zu Lysin-reichen Lebensmitteln greift oder aber das High Protein low sugar Knuspermüesli in Kombination mit Lysin-reichen Zutaten geniesst. Zu den Lysin-reichen pflanzlichen Lebensmitteln zählen beispielsweise verschiedenste Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte. Dazu findest du das passende Rezept hier.

    Grafik 1: Aminosäurenprofil High Protein low sugar mit Kuhmilch: Prozent der empfohlenen Tagesdosis (RDI) eines 70 kg Erwachsenen an essenziellen AS für 100 g Knuspermüesli mit 100 ml Kuhmilch.
    Grafik 2: Aminosäurenprofil High Protein low sugar (ohne Milch): Prozent der empfohlenen Tagesdosis (RDI) eines 70 kg Erwachsenen an essenziellen AS für 100 g Knuspermüesli ohne Milch.

    Eine geballte Ladung Brainfood: So hältst du dein Gehirn fit!

    Das Knuspermüesli Mindful ist vollgepackt mit Powerzutaten! Dazu gehören neben dem Vollkorngetreide die Vielfalt an verschiedenen Nüssen, Samen und Kernen wie Cashews, Mandeln, Chia, Leinsamen, Amaranth, Kürbis- und Sonnenblumenkerne. Diese kernigen Nährstoffbomben liefern wertvolle Omega-3-Fettsäuren und Eisen - beides förderliche Inhaltsstoffe für unsere geistige Fitness. Bereits eine Portion à 50 g liefert dir jene Menge an Eisen, die notwendig ist, um zu einer normalen kognitiven Funktion beizutragen.

    Gehirn fit halten: 6 Tipps für mehr Konzentration

    Befindest du dich in einer anspruchsvollen Phase (z.B. im Studium oder bei Abschlussprüfungen) und möchtest mit bestmöglicher Konzentration bei der Sache sein, so lohnt es sich neben Gemüse möglichst viel Brainfood wie Nüsse, Samen und Kerne sowie fettreichen Fisch und Hülsenfrüchte regelmässig in deinen Ernährungsplan einzubauen. Denn Indizien deuten darauf hin, dass diese Lebensmittel dir notwendige Nährstoffe liefern, die dein Gehirn für ein optimales Funktionieren benötigt. Eine Tasse Kaffee, Tee oder ein Stück dunkle Schokolade kann sich kurzfristig auch positiv auf deine kognitiven Fähigkeiten auswirken. Möchtest du auch langfristig bei guter geistiger Verfassung sein, so können wir dir folgende fünf Tipps mit auf den Weg geben:

    Eisenhaltige Lebensmittel kombinieren

    Genügend Eisen ist eine Voraussetzung für eine optimale Sauerstoffversorgung, was wiederum für eine uneingeschränkte kognitive Leistungsfähigkeit unerlässlich ist. Bereits mit einer Portion Mindful à 50 g deckst du ungefähr 30 % deines täglichen Eisenbedarfs. Da das Eisen in Cerealien jedoch nur beschränkt von unserem Körper aufgenommen werden kann, integrierst du am besten weitere eisenhaltige Lebensmittel wie Fleisch und Hülsenfrüchte in deinen Speiseplan

    Entzündungshemmende Ernährungsweise

    Achte auf eine entzündungshemmende Ernährungsweise: Stelle sicher, dass du täglich genügend und verschiedenfarbige Gemüse- und Früchtesorten zu dir nimmst. Diese enthalten eine Vielzahl sekundärer Pflanzenstoffe, welche einen Beitrag leisten können, unseren Körper vor oxidativem Stress zu schützen. Diverse dieser bioaktiven Pflanzenstoffe, wie z.B. Polyphenole, werden derzeit in klinischen Studien als mögliche Therapie für Alzheimer untersucht.

    Genügend Omega-3-Fettsäuren zu dir nehmen

    Stelle sicher, dass du genügend Omega-3-Fettsäuren zu dir nimmst. Die beiden essenziellen Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA kann der Körper nur zu einem geringen Teil selber aus alpha-Linolensäure (findet sich z.B. in Leinsamen, Chiasamen und Walnüssen) herstellen – der Rest muss über die Nahrung zugeführt werden. Eine wichtige Quelle ist fettreicher Fisch. Veganer sollten ein Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen.

    Täglich mind. 30 Minuten bewegen

    Bewege dich jeden Tag mindestens 30 Minuten lang. So wird dein Immunsystem gestärkt und dein Körper kann sich langfristig besser gegen oxidativen Stress schützen.

    Positive Einstellung

    Und zu guter Letzt: Erfreue dich auch an den kleinen Dingen im Leben. Wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Alzheimer-Forschung zufolge ist eine positive Einstellung beste Voraussetzung für einen langfristig wachen und starken Geist!

    Perfektes Brainfood Rezept, das deine Konzentration unterstützt

    Ein ideales Rezept für fokussierte Brainpower findest du hier: Brainpower Balls.

    Booster für dein Immunsystem und deine Haut

    Das Knuspermüesli Youthful enthält neben wertvollem Vollkorngetreide die Superfoods Granatapfel, Johannisbeeren, Kakao und Amaranth. Superfoods sind natürlicherweise reich an Nährstoffen. Insbesondere die Granatapfelkerne und Beeren enthalten wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe. Ausserdem vermag das im Müesli enthaltenen Zink unsere Zellen (u.a. von Haut und Haaren) vor oxidativem Stress schützen. In Kombination mit dem Vitamin D wird zudem das Immunsystem unterstützt. Für mehr Vitalität und Glow ist damit gesorgt.

    Tipps wie du von innen strahlst – eine ausgewogene Ernährung

    Die beste Voraussetzung, um wortwörtlich von innen zu strahlen, ist zunächst einmal eine ausgewogene Ernährungsweise reich an verschiedenen frischen Gemüsen und Früchten. Am besten geniesst du sie in vielen verschiedenen Farben. Denn hinter jeder Farbe steckt ein anderer sekundärer Pflanzenstoff, welcher wiederum eine andere Funktion erfüllt. Sekundäre Pflanzenstoffe sind Abwehrstoffe, welche die Pflanze vor äusseren Einflüssen schützt. Hast du dich schon mal gefragt, wie es sein kann, dass ein Apfel, eine Aubergine oder eine Tomate trotz strapazierenden Umwelteinflüssen eine so farbintensive und ebenmässig pralle Haut hat? Neben dem hohen Wassergehalt und zellschützenden Mikronährstoffen wie Zink und Vitamine sind es u.a. die sekundären Pflanzenstoffe.

    Sekundäre Pflanzenstoffe: Entzündungshemmende anti-aging Booster

    Zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören Flavonoide, Phenolsäuren, Carotinoide, Phytoöstrogene, Glucosinolate, Sulfide, Monoterpene, Saponine und Phytosterole. Unten findest du eine kleine Übersicht der sekundären Pflanzenstoffe, welche sich je nach Zusammensetzung auch in unseren Müesli vorfinden. Die möglichen Gesundheitseffekte wurden vorwiegend in prä-klinischen Tier- und in-vitro Versuchen beobachtet.

    Flavonoide

    Vorkommen, z.B.: Äpfel, Granatäpfel, Beeren, Pflaumen, verschiedene Gemüsesorten, schwarzer und grüner Tee Bedeutung für die Pflanze: als Farbstoffe rot, hellgelb, blau und violett Mögliche Gesundheitseffekte: antioxidativ, antithrombotisch, blutdrucksenkend, entzündungshemmend, immunmodulierend, antibiotischPhenolsäuren

    Vorkommen, z.B.: Vollkornprodukte, Nüsse, Kakao, Kaffee, Tee Bedeutung für die Pflanze: Abwehrstoffe gegen Frassfeinde Mögliche Gesundheitseffekte: antioxidativ

    Carotinoide

    Vorkommen, z.B.: Karotten, Orangen, Aprikosen, Tomaten, Paprika, grünes Gemüse Bedeutung für die Pflanze: Farbstoffe (gelb, orange, rot) Mögliche Gesundheitseffekte: antioxidativ, immunmodulierend, entzündungshemmend

    Phytoöstrogene

    Vorkommen, z.B.: Getreide und Hülsenfrüchte (z.B.: Sojabohnen), Leinsamen Bedeutung für die Pflanze: Pflanzenhormone

    Saponine

    Vorkommen, z.B.: Hülsenfrüchte, Soja, Hafer Bedeutung für die Pflanze: Bitterstoffe Wie du siehst: Was für die Pflanze gut ist, tut mit hoher Wahrscheinlichkeit auch uns gut. Stellen wir somit täglich unseren eigenen Regenbogen an verschiedenfarbigen Früchten und Gemüsen zusammen und strahlen wir mit Ihnen um die Wette!

    Nahrungsfasern für eine gesunde Darmflora

    Was vielleicht aber genauso wichtig für ein Strahlen von innen ist, sind die sogenannten Nahrungsfasern. Nahrungsfasern sind chemisch gesehen viele aneinander gereihte Zuckermoleküle, welche unser Körper nur zu einem kleinen Teil verwerten kann – somit entspricht die Wirkung im Körper alles andere als der von Zucker. Nahrungsfasern gelangen in hauptsächlich unverdautem Zustand in den Dickdarm und werden dort von unseren Darmbakterien zu kurzkettigen Fettsäuren und anderen gesundheitsförderlichen Stoffen heruntergebrochen. Diese Stoffe wirken sich einerseits entzündungshemmend auf verschiedenste Prozesse im Körper aus und andererseits legen sie das Fundament für den Aufbau einer gesunden Darmflora.

    Was hat all das mit deinem Immunsystem und schöner Haut zu tun?

    Einerseits schafft ein gesundes Darmmilieu beste Voraussetzungen für ein starkes Immunsystem und eine ausgeglichene Haut. Andererseits signalisiert der Darm unserem Hirn über die sog. Darm-Hirn-Achse, dass es ihm gut geht. Ergebnis: Wir fühlen uns wohl und senden dies auch über unsere Ausstrahlung aus. Nicht umsonst wird die Haut im Volksmund auch als Spiegel der Seele bezeichnet.

    Quellen für Nahrungsfasern

    Gute Quellen für Nahrungsfasern sind Vollkorngetreide wie Vollkornhafer, Nüsse, Kerne, Hülsenfrüchte und natürlich wiederum Obst und Gemüse. Also nichts wie los: Geniesse eine Schüssel des nahrungsfaser- und nährstoffreichen Youthful Knuspermüeslis pur oder ergänze mit beliebigen frischen Beeren und Granatapfelkernen. Hier ein passendes Rezept für eine Youthful Berry Bowl.