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Naturvielfalt mit WWF

Natur verbindet - Ein Projekt, einzigartig und verbindend für die Biodiversitätsförderung

Tiere und Pflanzen brauchen zum Überleben genügend Lebensraum und einen Austausch zwischen benachbarten Lebensgemeinschaften. Die intensive landwirtschaftliche Nutzung hat viele solche Vernetzungen zerstört oder beeinträchtigt. Darunter hat die Artenvielfalt in den letzten Jahrzehnten stark gelitten.

Dem wirkt der WWF mit dem Projekt «Natur verbindet – Connexions naturelles» entgegen. Er fördert schweizweit zusammen mit Land- und Forstwirtschaftsbetreibern die Artenvielfalt. Mit dieser Initiative werden Vernetzungsachsen und neue Lebensräume für kleine Wildtiere, Vögel und Insekten in land- und forstwirtschaftlich genutzten Gebieten wieder aufgewertet und eingerichtet.

Ziel ist es, die Vielfalt der natürlichen Lebensräume und ihre Vernetzung in landwirtschaftlich genutzten Gebieten zu verbessern.

Für die Natur

Für das Überleben in unserer Gesellschaft benötigen die Wildtiere Verbindungswege, sogenannte «biologische Korridore», welche ihre unterschiedlichen Lebensräume vernetzen. Sie sind auf solche «natürliche Verbindungen», die ihnen Mobilität garantieren, angewiesen, sei es zur Suche nach Nahrung, eines/er Partners/in oder eines neuen Lebensraumes.

Und für uns

Das Projekt «Natur verbindet» verstärkt die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Es unterstützt Landwirtinnen und Landwirte bei der Umsetzung von ökologischen Projekten auf ihrem Hof. Dank der Hilfe einer grossen Freiwilligen-Community ist es dem WWF möglich, Gestaltungs- und Pflegemassnahmen durchzuführen.

Wer profitiert davon?

Pflanzen und Tiere

Sie finden wieder neue und vielfältige Naturräume zum Leben. Ihre Mobilität und ihr Zugang zu geschützten Lebensräumen sind gewährleistet, womit eine gesunde Artenvielfalt bewahrt werden kann.

Die Landwirtschaft

Die Eigentümer/innen und die Landwirte/innen, mit denen der WWF „Natur verbindet“-Projekte erarbeitet, ziehen ebenfalls einen Nutzen daraus. Die eingeführten Massnahmen begünstigen die Rückkehr der natürlichen Feinde der Schädlinge und schützen den Boden vor Erosion, Frost und Wind.

Die Gesellschaft

Für die teilnehmenden Freiwilligen ist der Einsatz eine Bereicherung. Sie tragen zur Aufwertung der Landschaft bei, sind sensibilisiert für Biodiversitätsaspekte und lernen lokale Produzenten/innen kennen.

Barometer

Hier siehst du den aktuellen Stand, wie viel mit der Spende der bio-familia bereits umgesetzt wurde.

Mit dem Projekt Natur verbindet konnte der WWF dieses Jahr bereits 13 landwirtschaftliche Gebiete aufwerten.

  • 🌱 190 m Hecke gepflegt
  • 💧 9 m2 Teich angelegt
  • 🌳 1'087 m Hecke gepflanzt
  • 🐦 24 Nistkästen aufgehängt
  • 🍂 21 Asthaufen platziert
  • 🌲 67 Obstbäume gepflanzt

Wie kannst du mitmachen?

Ein Projekt durchführen

Umweltbewusste Besitzer/innen von land- oder forstwirtschaftlichen Flächen können sich an den WWF wenden, um ein Projekt auf dem eigenen Boden durchzuführen.

www.wwf.ch/naturverbindet

An einem Projekt teilnehmen

Personen, die sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt vor Ort engagieren wollen, können sich durch freiwillige Aktionen, die vom WWF organisiert werden, an der Umsetzung der Massnahmen beteiligen.

events.wwf.ch/natureinsaetze

Das Projekt unterstützen

Jede Person, der die biologische Vielfalt am Herzen liegt, kann eine Spende für den Schutz der Artenvielfalt in den Alpen machen.

www.wwf.ch/de/spenden/die-alpen-schuetzen

Projekte in der Schweiz im 2021

Stories umgesetzte Projekte

Projekt Perrole, Aigle (VD)

Der Bio-Betrieb «La Perrole» in Aigle hat 2019 im Rahmen des Projektes «Natur verbindet» mit dem WWF zusammengearbeitet. Gemeinsam mit dem Landwirt konnte ein Teichprojekt zu Gunsten einer gefährdeten Art, dem Gelbbauchsummer, realisiert werden. Im Jahr 2020 konnte durch einen Aktionstag mit Freiwilligen die Blumenwiese um den Teich herum aufgewertet und einige Strukturen zugunsten der Tierwelt geschaffen werden. Somit wurde Lebensraum für ein gefährdetes Lebewesen sowie für Kleintiere und Insekten geschaffen.

© WWF Schweiz

© WWF Schweiz

© Nathalie Gonzales

Projekt Abergeaux, Thioleyres (VD)

Der Familienbetrieb Abergeaux in Thioleyres wurde kürzlich von den beiden jüngeren Schwestern der Familie übernommen. Sensibel für die Natur, wollen sie ein Produktionssystem fördern, das die Umwelt respektiert. Gemeinsam mit dem WWF und dank der Beteiligung von insgesamt zehn Freiwilligen konnten 11 vereinzelte Bäume gepflanzt, 250 m artenreiche einheimische Hecken angelegt und einen Streifen mit blühender Wiese geschaffen werden.

© WWF Schweiz

© WWF Schweiz

Projekt der Familie Feuz (NE)

Herr Feuz, ein Bio-Bauer aus dem Kanton Neuenburg, hat mehrfach mit dem WWF zusammengearbeitet.
Gemeinsam wurden zwei Teiche in einem natürlichen Feuchtgebiet angelegt, ein Hochstamm-Obstgarten mit alten Sorten und 350 Meter einheimische Hecken gepflanzt. So konnte in mehreren Schritten viel für die Artenvielfalt getan werden.

© Daniel Droz

© Daniel Droz

© WWF Schweiz

© WWF Schweiz

Projekt der Familie Lüthi (SG)

Auf der Alp Risi wurden im Rahmen des Projekts «Natur verbindet» die Alpweiden aufgewertet. Mit Hilfe von einem Dutzend Freiwilligen, darunter auch Asylbewerber, hat der WWF 700m2 Trockenwiese gepflegt und etwa fünfzehn kleine Strukturen (Stein- und Asthaufen) geschaffen.

© Advery Rajan Urfer

© Advery Rajan Urfer

© WWF Schweiz